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Angst


Angst ist der Hintergrund vieler unserer Blockaden sowie unerwünschten Verhaltensmustern. Manchmal zeigt sie sich klar erkenntlich in unseren Emotionen und Reaktionen bis hin zu Angststörungen oder Panikattacken. Manchmal ist sie uns unbewusst und steuert trotzdem unser Verhalten. Zum Beispiel indem wir Situationen oder Themen meiden und lieber nicht dahinter schauen, indem wir harsch und verteidigend auf eine Äusserung unseres Gegenübers reagieren, indem wir jemanden verbal attackieren oder gar in einer Situation wie gelähmt sind und gar nicht reagieren können.


Oft führen Erlebnisse aus der Vergangenheit oder Kindheit zu solchen Verhaltensmustern. Im betreffenden auslösenden Moment war das entsprechende Verhalten eine gute Lösungsstrategie, um mit der Situation umzugehen.


Das Gehirn von Menschen und Tieren ist so konzipiert, dass bei einer Gefahr unmittelbar gehandelt werden kann. Zuständig für diese schnelle Bewertung einer Situation ist die Amygdala, teil des lymbischen Systems, welcher ein wichtige Funktion bei der Emotionsverarbeitung zugesprochen wird. Die entsprechenden Informationen werden unter anderem an das Stammhirn weitergeleitet, das automatisch Verhaltensreaktionen wie Flucht, Angriff oder Erstarrung auslösen. Wenn wir einem Tiger gegenüberstehen, sind diese Verhaltensweisen lebensrettend. Wenn diese Verhaltensweisen jedoch stetig durch bestimmte Reize ausgelöst und gekoppelt sind, können sie einschränkend und hinderlich sein.


Oft führen nach einem sogenannten "Schlüsselerlebnis" weitere ähnliche Erlebnisse zu einer Wiederholung eines Verhaltens wodurch dieses im Gehirn abgespeichert und dann ganz automatisch durch gewisse Reize ausgelöst wird.


Bewusst sind diese Reaktionen in diesem Moment nicht mehr zugänglich und man hat das Gefühl, dass es einfach geschieht und nicht beeinflusst werden kann. Gespräche über das Thema bringen oft keine grundlegende Veränderung. Mittels Hypnose ist es möglich, diese unbewussten Anteile wieder bewusst zu machen und die Koppelung des entsprechenden Reizes mit einem anderem Verhalten oder einer anderen Erfahrung zu verknüpfen. Für diesen Prozess wird der Trancezustand genutzt. In der Trance ist das Unbewusste gut ansprechbar und es besteht die Möglichkeit, geistige Programme zu verändern, negative Muster zu durchbrechen und die eigenen Fähigkeiten zu aktivieren. In der Trance ist der Geist hellwach, konzentriert und nach innen gerichtet. Trance wird im Kontext der Hypnotherapie, auch als ein Erlebens- und Gestaltungsraum des Unbewussten bezeichnet. Dieser Raum wird genutzt, um den Fokus der Aufmerksamkeit mit allen Sinnen hin zur gewünschten Erlebniswirklichkeit (Ziel) zu lenken. Jeder Mensch hat in sich alle notwendigen Ressourcen und Potentiale zur Selbstheilung, die damit aktiviert werden können.


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